Schlaftipps

…hier gibt es schon mal die ersten 6 Tipps für den Anfang

In jeder Familie kommen Probleme mit Einschlafen und Schlafen vor. Manche Eltern haben Glück und andere verzweifeln fast, wenn es ans Schlafengehen geht. Jedes Kind ist anders, darum kann man eigentlich gar nicht genug Schlaftipps und Ratschläge bekommen.

Es könnte so schön sein

„Es schläft direkt ein und schläft die ganze Nacht durch“

Dieser Traum geht für die allermeisten Eltern nicht in Erfüllung.

Viele Eltern erleben das ganz anders:

Sobald es ins Bettchen gehen soll, gibt’s plötzlich deutlichen Protest. Das vorher süße und friedliche Kind beginnt unbändig zu schreien, zu quengeln oder bitterlich zu jammern, nur um irgendwie um die Schlafenszeit herum zu kommen. Das ist eine nervenaufreibende Situation, die sich in manchen Familien tagtäglich wiederholt. Ein Horror! Jetzt sind Schlaftipps gefragt.

Babys und Kleinkinder können, genauso wie Erwachsene, mit dem Ein- und Durchschlafen Probleme haben. Viele verschiedene Faktoren stecken im Einzelfall dahinter. In den allermeisten Fällen benimmt sich das Kind nicht absichtlich „daneben“ . Auch die Kinder leiden unter diesem Konflikt.

Der Schlafrythmus

Babys und Kleinkinder haben kurze Schlafzyklen. Hintergrund ist, dass der kindliche Körper noch kein schlafförderndes Melatonin ausschüttet, welches den Tag-Nacht-Rhythmus festlegt. Für Eltern heißt das, mehrmals rund um die Uhr den Nachwuchs in den Schlaf begleiten zu müssen. Das ist in den ersten Monaten sehr anstrengend.

Schlaftipp 1: Struktur

Die Innere Uhr muss bei Kindern erst noch an den Lebensrhytmus angepasst werden. Dabei hilft es, verlässliche Strukturen zu etablieren. Die Zeitabschnitte zum Schlafen, Spielen und Entdecken, Essen, Kuscheln und Beruhigen sollten täglich möglichst gleich ineinandergreifen. Das fördert den Biorhythmus und gibt dem kindlichen Organismus die Möglichkeit, sich langsam einzupendeln

Vorlesen vorm Schlafengehen

Schlaftipp 2:  Selbst Entspannen

Nähert sich die Schlafenszeit, sollten Sie selbst Ruhe ausstrahlen. Das fällt oft schwer, hilft aber garantiert.

Mit der eigenen Ruhe wird dem Kind signalisiert, dass nun der entspannende Teil des Tages bevorsteht. Es merkt,dass es durchaus etwas Schönes sein kann, wenn alle einen Gang herunterschalten. Dazu fährt man alle lauten, aufregenden und stimulierenden Handlungen bewusst herunter.

Schlaftipp 3: Stimmung schaffen

Fernseher oder Tablet sollten möglichst ausgeschaltet werden und die Gespräche ruhig und leise ablaufen. Eine etwas eintönige aber harmonische Stimmung entspannt das vegetative Nervensystem des Kindes. Es kann  den Tag besser „loslassen“. Je monotoner und somit berechenbarer die Umgebung wird, desto eher kann das Kind sich körperlich entspannen. Nicht ohne Grund schlafen viele Kinder im Auto schnell ein.

Küsschen vor dem Schlafengehen

Schlaftipp 4: Rituale einbauen

Ein Ritual muss nicht aufwändig und lang sein. Ein Gutenachtkuss, ein Gutenacht -Spruch oder eine besondere Umarmung reichen aus.

Nichts spricht gegen eine Gute-Nacht-Geschichte. Wenn es bei einer Geschichte bleibt.

Immer gleiche Abläufe vor dem Schlafengehen dem Kind Sicherheit geben. Die sich wiederholenden Vorgänge bereiten es emotional auf die bevorstehende Auszeit vor. Schon ganz kleine Babys reagieren positiv auf eine festgelegte Handlungsabfolge und nehmen diese Struktur bereitwillig an.

 

Schlaftipp 5: Vernunft walten lassen

Viele Eltern verwechseln Rituale mit unvernünftigen Angewohnheiten.

Ungünstige Einschlafhilfen wie die extra Flasche Milch, das Kind zum Einschlafen herumtragen, in Mamas Haaren wühlen sind eher kontraproduktiv. Ein Baby, welches immer lange und liebevoll in den Schlaf gestreichelt wurde, kann es kaum ertragen, plötzlich alleine einschlafen zu müssen – selbst wenn die Mutter neben dem Bettchen sitzenbleibt. Kinder, die von Anfang an dicht am Körper eingeschlafen sind, werden mit einer kühlen und flachen Matratze nicht einschlafen wollen.

Besser ist es, von Anfang an auf eine gesunde Schlafhygiene zu achten. Dazu gehört, dass das Baby zwar am Bett der Eltern liegt, aber in einem eigenen Beistellbett wohlbehütet einschlafen kann

Schlaftipp 6: Fürsorge Ja – Klammern Nein

Gerade frisch gebackenen Eltern fällt es schwer, ihren Schatz zum Schlafen alleine zu lassen und den Raum zu verlassen. Manchmal ist es einfach der Stolz, der Eltern dazu verleitet, das eigene Kind immer und immer wieder betrachten zu wollen. Andere Eltern sorgen sich, dass dem Kind im Schlaf etwas zustoßen könnte.

Es ist definitiv kein Zeichen von Vernachlässigung, wenn das Kind zum wirklichen Einschlafen alleine gelassen wird. In der geschützten Atmosphäre des Bettchens kann ein Baby oder Kleinkind noch kurz die Sinneseindrücke verarbeiten. Dann kann es, bei  einer ruhigen möglichst monotonen Geräuschkulisse und dämmrigem Licht, die Augen sicher zufallen lassen.

Als Etern muss man wissen, dass Babys und Kleinkinder den Blick ihres Gegenübers intuitiv aufnehmen und interessiert verfolgen. Wenn Eltern immer wieder ins Bettchen hineinschauen, kann man das Kind dazu animieren, sich zu konzentrieren und aufmerksam zu werden. Zu viel Fürsorge wirkt in damit sogar kontraproduktiv.

Junge Eltern sind oft unsicher. Hier könnte ein Babyphone oder ein Baby-Monitor helfen. Monitore funktionieren wie ein klassisches Babyphone und übermitteln zusätzlich eine Videoaufnahme des Kindes in Echtzeit. Somit kann das geliebet Baby aus dem Nebenzimmer heraus beobachtet werden. Das kann manchen sehr besorgten Eltern bestimmt mehr Sicherheit vermittelt, sollte aber nicht zum Zwang werden.

kleines Kind schläft tief mit Teddybär im Arm

Schlaftipps

Wie gehen andere Eltern damit um?

Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, Eltern sind nicht alleine. In diesem Blog haben wir uns mit dem Thema Schlafen auch an anderer Stelle beschäftigt. Und unsere „Lieblingsbloggerinnen“ haben dazu etwas zu sagen und haben Empfehlungen mit Schlaftipps verfasst.

Hier sind die LINKS:

Was Kindern gut tut

Guter Kinderschlaf

Bloggertipps zum Schlafen

Kind im Nado Babybett

Eine schöne Umgebung machts leichter

Ein schönes kuscheliges Kinderzimmer und ein gemütliches Kinderbett machen es leichter. Wenn Eltern ihr Baby sicher und behütet wissen, sind sie entspannter. Damit werden sich auch die Kinder entspannen und wohlfühlen.