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Tildas Weg vom Vorschulkind zum Schulkind mit einem

Bericht von JULE  – – – chaos & queen – – – 

Wenn Leute mich heute fragen würden, wie es bei uns läuft würde ich sagen: zwischen beängstigend und beeindruckend. Das Chaosmädchen hat noch 2 Monate bis zur Einschulung.

Vor einem Jahrhabe ich auf dem Blog berichtet wie es so ist für mich als Mama, ein Jahr vor der Einschulung.smile

Da war mir irgendwie noch gar nicht nach Schule. Das hat sich auch bis heute nicht wirklich geändert. Ich hätte mein Mädchen lieber noch ein wenig im Kindergarten, wohl behütet, statt sie dem deutschen System zu überlassen

Das Chaosmädchen ist aber mehr denn je bereit für die Schule. Das ergaben nicht nur die ärztlichen Untersuchungen der Vorschulkinder. Das Chaosmädchen entwickelt sich. Von Tag zu Tag.

Sie beginnt zu lesen, hat neulich plötzlich einen kompletten Satz in Druckbuchstaben gelesen. Da ist mir fast die Kinnlade runter geklappt. Sie ist anders als noch vor einem Jahr. Größer. Reifer. Weiter. Ich beobachte, wie sich ihr Sozialverhalten weiterentwickelt, bin oft beeindruckt davon. Allerdings ist auch hier nicht alles Gold was glänzt. Denn nach wie vor ist das Chaosmädchen auch extrem anstrengend. Zwischen „himmelhochjauchzend und zutodebetrübt“. Das ist für beide von uns gleichermaßen schrecklich. Denn während sie nicht weiß wohin mit sich, finde ich oft nicht die richtige Reaktion auf ihr Verhalten. Davon bin ich genervt. Ebenso wie das Chaosmädchen von sich genervt ist. Es ist alles andere als einfach und an manchen Tagen fühle ich mich, als würde ich mit einem Teenie zusammenleben. Schlimm ist das. Ich beobachte ein Mädchen, dessen Charakter sich weiter formt, dessen Persönlichkeit sich von Tag zu Tag entfaltet und die immer mehr weiß, was sie will. In jedem Fall will sie immer weniger Unterstützung durch uns Eltern. An manchen Tagen finde ich das super und an anderen Tagen stehe ich sprachlos daneben und kann es kaum glauben. Die Fingernägel werden alleine geschnitten, die Haare alleine gebürstet. Es wird sich alleine geduscht und meist allein angezogen. Kleinigkeiten. Aber eben auch kleine Schritte in immer mehr Selbstständigkeit.
Ihre Kreativität lebt das Chaosmädchen nach wie vor aus und verkriecht sich dabei oft an ihren Schreibtisch. Ich liebe, wie sie sich dort in ihre kleine Welt zurückziehen kann und entgegengesetzt ihrem sonstigen Wesen dann ganz bei sich ist. Mein kleines Hibbelkind ist dann ganz bei sich.
Ich mag diesen Gegensatz in Ihrer Persönlichkeit. Denn immer dann, wenn ich mich sorge, dass sie zu hibbelig ist und zu aktiv, dann finde ich sie zurückgezogen, still oder konzentriert. Gerne an einer Bastelarbeit oder über einem Schreibheft. Sie freut sich auf die Schule. Und auch, wenn sie mich an vielen dieser Tage an den Rande des Wahnsinns treibt, so beobachte ich gespannt, neugierig und stolz ihren Werdegang zu einem Schulkind.